30.01.2009 15:07
Steinbrück will gegen Staaten vorgehen, die der
Steuerhinterziehung Vorschub leisten und nicht mit deutschen
Finanzbehörden kooperieren. Zum Jahreswechsel hatte der Finanzminister
erneut von der Schweiz und Liechtenstein mehr Hilfe bei der Bekämpfung
von Steuerhinterziehung gefordert. Es wird geschätzt, dass deutsche
Steuerzahler ohne Wissen des Fiskus allein auf Schweizer Konten 200 bis
300 Milliarden Euro haben. Steinbrück verlangte, dass beide Länder
Deutschland die gleiche Hilfe bei Steuervergehen gewähren wie den USA.
Liechtenstein lockert nach massivem politischen Druck der USA sein
Bankgeheimnis. Auskünfte erteilt der Kleinstaat US-Behörden von 2010 an
nicht nur bei Steuerbetrug, sondern auch bei Steuerhinterziehung. In
Liechtenstein sollen Deutsche tausende Stiftungen gegründet haben, um
Steuern zu hinterziehen. Das Fürstentum geriet vor allem durch den Fall
von Ex-Postchef Klaus Zumwinkel unter Druck. Der ehemalige Topmanager,
der ab Donnerstag in Bochum vor Gericht steht, soll über eine Million
Euro in Vaduz versteckt haben.
Ouelle: (dpa)
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