Mit dieser Manipulation holt sich der Staat heimlich Ihr Geld

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Die Geldelite muss die Finanzmärkte im Griff behalten, sonst sind neue Schuldenexzesse nach den bekannten Geldschöpfungsregeln in unserem Schuldgeldsystem kaum möglich.

Ein freies Spiel der Kräfte ist generell an den Finanzmärkten ebenso wenig dafür geeignet wie im speziellem eine ungebremste Goldhausse.

Die größte aller Manipulationen findet allerdings nicht direkt an den Märkten statt, sondern quasi im Hintergrund bei einem viel beachteten, monatlich veröffentlichten Datensatz: der Inflationsrate!

Weltmeister in der „Verfremdung“ dieser nicht nur für die Finanzmärkte wichtigen Determinante sind natürlich die USA, doch auch anderswo hat man an den „Gestaltungsmöglichkeiten“ inzwischen Gefallen gefunden.

Was ist eigentlich „Inflation“?

Bevor ich auf diese massiven Manipulationen zu sprechen komme, muss zuvor der Begriff „Inflation“ noch definiert werden – und da fangen die Probleme schon an. So sieht die Österreichische Schule der Nationalökonomie Inflation stets als rein monetäres Problem an.

Steht einem unverändertem bzw. leicht wachsendem Güter-, bzw. Dienstleistungsangebot eine stärker wachsende Geldmenge (Geldschöpfung) gegenüber, so herrscht bereits Inflation. Die möglichen Preissteigerungen im Einzelhandel, also auf Konsumentenpreisebene (CPI), sind nach dieser Auffassung lediglich eine Folge dieser (monetären) Inflation. Auch ich bin ein Anhänger dieser absolut sinnvollen Definition, allein in der realen Welt findet sie keine Beachtung.

Sowohl die Notenbanken, als auch sämtliche Investorengruppen, darüber hinaus noch die gesamte Bevölkerung, vom Arbeiter bis zum Rentner, macht die Inflation allein von den durchschnittlichen Preissteigerungen an der Ladentheke abhängig, bzw. von möglichen Erhöhungen bei kommunalen Abgaben und indirekten Steuern. Die Geld- bzw. die Kreditschöpfung bleibt unberücksichtigt.

Massive Schummelei bei der Datenerfassung und -Verarbeitung

Während die Ausweitung der verschiedenen Gelmengenaggregate durch die Notenbanken zumindest teilweise noch akkurat aufbereitet und veröffentlicht wird, finden die Preisveränderungen des der Inflationsberechnung zu Grunde liegenden Warenkorbes mehr oder minder unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Zumal: die Zusammensetzung des Warenkorbes ist natürlich Geschmacksache, kann schon in der Theorie nur irgendwelche durchschnittlichen Gewohnheiten der Bevölkerung berücksichtigen. Die Praxis sieht allerdings deutlich schlimmer aus. So werden die Warenkörbe fast überall auf der Welt ununterbrochen „angepasst“.

Mal ist es die Quantität eines Gutes, mal seine Qualität, mal die „hedonische Komponente“, die den Warenkorb beliebig verzerren kann und auch soll. Das Ziel ist immer das gleiche: die Inflationsrate soll möglichst niedrig ausfallen!

Permanent niedrige Inflationsraten durch willkürliche Anpassungen

Seit Beginn der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wird, von den USA ausgehend, an der Inflationsrate herum gedoktort. Im Ergebnis werden all jene Komponenten des Warenkorbs, die eine stärkere Geldentwertung andeuten, gedrückt und all jene Dinge, die dem technischen Fortschritt unterliegen, massiv überbewertet bzw. im Preis künstlich herabgesetzt.

Doch der Reihe nach: So fanden mengenmäßige Anpassungen in der Vergangenheit zum Beispiel häufig bei frischen Nahrungsmitteln oder im Energiebereich statt. Teure Lebensmittel wurden im Warenkorb in der Menge herabgesetzt, ebenso der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch. Auch die qualitativen „Anpassungen“ betrafen bisher vor allem „food and energy“. So wurde beispielsweise frisches Obst und Gemüse langsam gegen Konserven und Tiefkühlkost ausgetauscht. Gutes Rindfleisch gegen qualitativ minderwertigeres Hackfleisch. Ferner kletterte die Menge an Fertiggerichten im Warenkorb.

Den größten Witz erlauben sich die Statistiker allerdings mit der Hedonik. Sie soll berücksichtigen, dass einzelne Produkte, vor allem Elektroartikel, steten Qualitätsverbesserungen unterliegen, diese werden dann „berechnet“ und vermindern den heutigen Preis einer Waschmaschine, eines Autos oder eines Computers.

So ist zum Beispiel ein CD-Spieler mit 16-fachem „Oversampling“ natürlich „besser“ als einer mit nur vierfachem. Oder ein Laptop mit aktueller schneller Grafikkarte kann ja viel mehr als das Gerät vor 4 Jahren. Diese Sicht der Dinge mag durchaus richtig sein, doch was hat das mit der Höhe der Preise zu tun, zumal nicht jedes neue „Gadget“ überhaupt eine Verbesserung für den Anwender darstellt!

Die Vorgabe: es gibt keine Inflation!

Angesichts dieser Eingriffe in die Erstellung der Inflationsrate (CPI) tut es Not, sich über alternative Berechnungen zu informieren. Bei shadowstats.com können Sie sehr leicht erkennen, wie sich die heutige Inflationsrate darstellen würde, wenn entweder ab 1990 oder bereits 1980 keine Anpassungen vorgenommen worden wären, die Berechnungen folglich direkt vergleichbar wären.

Je nach Geschmack ergibt sich dadurch eine jährliche Geldentwertung in den USA, die im Durchschnitt zwischen 5 und 8 % liegt. Da die offizielle Rate aber nur bei rund 2 % verharrt, die Tendenz in den kommenden Monaten sogar leicht rückläufig ist, ist die US-Realverzinsung auf 10-jähriger Basis nur leicht negativ.

Die Wahrheit sieht allerdings anders aus: die Anleger verlieren in Wirklichkeit in nur 3 Jahren mindestens 10 % der Kaufkraft – eine beispiellose Enteignung! Doch so gut wie keiner geht gegen diesen durchaus bekannten Betrug vor.

Bitte machen Sie sich klar, dass die Inflationsrate nicht nur für Sparer oder Investoren wichtig ist, auch Lohn- und Gehaltsabschlüsse orientieren sich an ihr, Rentenerhöhungen werden teilweise sogar automatisch an die Inflationsentwicklung gekoppelt.

Ein Grund für die im Durchschnitt seit Jahren steigenden Gewinne der Unternehmen ist eben auch der, dass die Preiserhöhungen für die Produkte größer sind als die Lohnzuwächse mit der sich die Arbeiterschaft zufrieden gibt.

Größte Enteignung aller Zeiten

Im Ergebnis führt die künstlich niedrig gehaltene Inflationsrate zu einer spürbaren Enteignung der Bevölkerung, deren Kaufkraft immer deutlicher absackt. Gerade Sparer trifft dies angesichts der lächerlich geringen Haben-Zinsen massiv, aber eben auch alle abhängig Beschäftigten. Doch die Masse muckt nicht auf, lässt sich weiterhin täuschen.

Am Rande notiert: Auch die deutsche Inflationsrate wird entsprechend manipuliert, allerdings wohl etwas geringer als jene in den USA, doch das Ergebnis ist fast das gleiche. Denken Sie doch einmal bei der nächsten Veröffentlichung der deutschen Inflationsrate darüber nach, ob die von Ihnen bezogenen Waren und Dienstleistungen, samt kommunalerer Zuschläge bei den Abgaben in den vergangenen 12 Monaten wirklich nur um 1,6 bis 2,4 % teurer geworden sind.

Für meinen Haushalt kann ich mit absoluter Sicherheit ausrufen: So ein Schwachsinn!
Quelle: www.sicheres-geld.de

 

Tag: GeldeliteGeldschöpfungsregelnGrößte Enteignung aller ZeitenInflation,InflationsratenSchuldenexzesse,SchuldgeldsystemSchummelei bei der Datenerfassung

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