Webseiten-Lokalisierung für Startups: 4 Tipps, um Kosten zu sparen

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In Zeiten der Globalisierung wird es immer wichtiger, auch auf Bedürfnisse internationaler Kunden einzugehen. Und auf kaum eine andere Art erreicht man Menschen besser und schneller als im Internet. Um Kunden aus bestimmten Zielländern zu erschließen, sollte die eigene Homepage auch auf diese Märkte ausgerichtet sein. Schließlich wirkt eine Website in der eigenen Landessprache immer vertrauenswürdiger als beispielsweise eine rein englische. Die Budget-Planung macht hier jedoch oft einen Strich durch die Rechnung. Doch bei der Lokalisierung lässt sich mit ein paar einfachen Tipps viel Geld sparen.

Tipp Nr. 1: Gezielte Planung

Gerade, wenn man noch ganz am Anfang steht, möchte man nicht unbedingt gleich das ganze Budget für Übersetzungen verpulvern. Muss man auch nicht. Es genügt, klug zu planen und unnötige Kosten zu eliminieren.

Im ersten Schritt empfiehlt sich also eine gezielte Marktanalyse. So findet man heraus, welche Märkte für das eigene Unternehmen überhaupt lukrativ sind und in welche Sprache sich die Website zu übersetzen lohnt.

Natürlich kommt es in erster Linie auf das Produkt an und ob es dafür im jeweiligen Zielland überhaupt genügend Nachfrage gibt. Interessante Aufschlüsse über das Übersetzungspotenzial verschiedener Sprachen zeigt beispielsweise diese Infografik von translate-trade.com.

Tipp Nr. 2: Verwendung eines internationalen CMS

Startups sollten darauf achten, dass das für die Webseite verwendete Content Management System (CMS) international verwendet werden kann und Mehrsprachigkeit unterstützt. Wer den Schritt in die Internationalisierung des eigenen Unternehmens nicht ausschließt, sollte sich von Anfang an auf solche Systeme stützen, damit es später in dieser Hinsicht keine Probleme gibt.

So sollte man von Beginn an länderspezifische Formatierungen bedenken, damit User sich zum Beispiel ohne Probleme registrieren können – ist die Website nicht auf die Heimat der Nutzer ausgerichtet, kann dies zu einem echten Problem werden. Auch länderspezifische Zahlungsmethoden müssen hierbei berücksichtigt werden. Eine nachträgliche Lokalisierung ist zeitaufwendig und teuer.

Zum Beispiel ist WordPress ein solches CMS, das (meist) nicht nur kostenlos ist, sondern sich durch die große Auswahl an diversen Plug-Ins auch für mehrsprachige Inhalte eignet. Dies ist eine praktische Low-Budget Lösung für die Lokalisierung der Homepage.

Tipp Nr. 3: Nicht auf Maschinenübersetzungen bauen

Menschen sind keine Maschinen, aber auch Maschinen sind nicht perfekt. Zwar sind zahlreiche Tools für den Computer, wie zum Beispiel Google Translate, schon sehr ausgefeilt, an eine menschliche Übersetzung kommen sie jedoch nicht heran, dafür sind sie zu fehleranfällig. Vor allem bei Umgangssprache, Dialekten oder Redewendungen kommen diese Übersetzungsdienste schnell an ihre Grenzen. Übersetzungsmaschinen können nämlich keine Bedeutungszusammenhänge erkennen und so bekommt man oft nicht die Ergebnisse, die man sich vorgestellt hat.

Wenn zum Beispiel die Redewendung „Das ist nicht das Gelbe vom Ei“ mit „It’s not the yellow from the egg“ übersetzt wird, kann das schnell peinlich für den Webseiteninhaber werden. Zwar ist diese Lösung günstiger, als sich an eine professionelle Übersetzungsagentur zu wenden, aber hier spart man am falschen Ende. Lieber gleich professionell übersetzen lassen, denn korrigieren ist meist kostenintensiver, als es gleich richtig zu machen. Außerdem spart es Nerven.

Tipp Nr. 4: Networking im Zielland

Mit der Übersetzung in die Sprache der Zielländer alleine ist es jedoch noch nicht getan. Es ist auch von entscheidender Bedeutung, sich ein nützliches Netzwerk aufzubauen. So lassen sich nicht nur leichter Übersetzer im Zielland finden, die die Texte für die Zielgruppe optimieren können.

Auch rechtliche Rahmenbedingungen in den anvisierten Ländern gilt es zu prüfen. Diese lassen sich am besten von Menschen verstehen, die täglich damit konfrontiert sind. Daher kann es äußerst sinnvoll sein, sich selbst vor Ort ein Bild von der Situation zu machen und sich den Markt selbst anzusehen. Auf diese Weise kann man auch gleich seine potenziellen neuen Kunden kennenlernen und die eigenen Produkte für die Zielgruppe optimieren.

Wer es sich nicht leisten kann, selbst ins Zielland zu fliegen und vor Ort zu recherchieren, der sollte sich ein lokales Kontakt-Netzwerk aufbauen. Es gibt schließlich immer jemanden, der jemanden kennt. Dieses System sollte man sich unbedingt zunutze machen. Eine Möglichkeit dafür sind soziale Netzwerke – die sind außerdem kostenlos.

Die Lokalisierung der eigenen Website stellt einen wichtigen Schritt in Richtung Internationalisierung der Firma dar. Selbst, wenn man noch ganz am Anfang steht und noch nicht daran denkt, zu expandieren, sollte man sich diese Möglichkeiten dennoch offen halten. Beispielsweise ist es wichtig, die eigene Website gleich so aufzubauen, dass eine Übersetzung später nicht unnötig kompliziert wird. Des Weiteren sollte man stets klug und bedacht vorgehen, um ideale Ergebnisse zu erzielen und dabei auch noch Geld zu sparen.

 

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