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Crowdfunding: Alternative Finanzierung für Start-ups in Österreich

Crowdfunding: Alternative Finanzierung für Start-ups in Österreich

Als junger Gründer stecken Sie voller Tatendrang, da Sie eine aussichtsreiche Idee haben, die nur auf Ihre Umsetzung wartet – allerdings fehlt das notwendige Kapital dafür, denn die Bank hat Ihnen eine Kreditabsage erteilt. Glücklicherweise ist auch in Österreich das sogenannte Crowdfunding eine Alternative. Wie Sie hier vorgehen sollten und was Sie wissen müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Crowdfunding?

Crowdfunding ist ein alternativer Finanzierungsweg, der vor allem für junge Start-ups infrage kommt, die keinen Kredit von der Bank bekommen oder ihn unter Umständen gar nicht haben möchten. Über eine entsprechende Crowdfunding-Plattform wird der Community (die „Crowd“) die Idee präsentiert, um eine Finanzierungssumme einzusammeln, die vorher festgelegt wird.

Ist nach Ablauf der Zeit das Ziel erreicht, so erhalten Sie den gesamten Betrag – auch, wenn es sehr viel mehr ist, als Sie eigentlich haben wollten (das passiert bei einer guten Idee sogar sehr oft).

Damit das jedoch tatsächlich funktioniert, ist es wichtig, dass Sie Ihr Start-up beziehungsweise Ihr Produkt perfekt beschreiben:

  • Eine knackige Headline ist ganz besonders wichtig.
  • Ein beschreibender Text führt die Investoren in die Details ein.
  • Über Bilder können Sie den Text auflockern und visuelle Eindrücke Ihrer Idee vermitteln.
  • Das Pitch-Video ist jedoch von allen Dingen am wichtigsten: Richten Sie persönliche Worte an die Crowd, zeigen Sie, warum Ihr Produkt oder Ihre Idee so besonders ist – und warum sich eine Investition lohnt.

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Neue Arbeitsplätze: Spanien überholt Österreich

Neue Arbeitsplätze: Spanien überholt Österreich

Im nächsten Jahr sollen laut einer Studie von Ernst & Young in der Eurozone über eine Million neue Jobs entstehen. Doch Österreich gehört dabei zu den Schlusslichtern.

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl sagte am Dienstag, er hoffe für 2016 auf eine „ökonomische Wiederauferstehung Österreichs“. Doch die Chancen stehen nicht allzu gut, dass Leitls Wunsch in Erfüllung geht. Denn zumindest für den Arbeitsmarkt sind die Aussichten düster.

Dazu hat die Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) nun eine Studie veröffentlicht. Diese liegt der „Presse“ vor. Demnach sollen im nächsten Jahr in der gesamten Eurozone im Vergleich zu 2015 über eine Million neue sozialversicherungspflichtige Jobs entstehen. Ganz oben im Ranking liegt Spanien mit 377.000 neuen Arbeitsplätzen, gefolgt von Italien mit 241.000 neuen Stellen und Deutschland (siehe Grafik).

In Österreich dagegen werden 2016 unter dem Strich nur 2000 neue Jobs geschaffen. Besonders schlimm ist die Lage in Griechenland. Dort sollen im nächsten Jahr noch einmal 50.000 Stellen wegfallen. Auf der Verliererseite liegt auch Finnland mit 7000 weniger Arbeitsplätzen. Der Niedergang von Nokia hat Finnland in die Rezession getrieben. Das Bruttoinlandsprodukt des nordeuropäischen Landes liegt noch immer fast acht Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Im dritten Quartal 2015 war Finnland bei der Konjunktur das Schlusslicht in der Eurozone.

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Firmengründung bleibt Männerdomäne

Firmengründung bleibt Männerdomäne

Firmengründung – Endlich sein eigener Chef sein – für manche ist das ein langgehegter Traum. Verwirklicht wird er jedoch häufiger von Männern. Für Frauen ist der Weg in die Selbstständigkeit dagegen oft eine Reaktion auf die erfolglose Jobsuche.

Die Gründung eines Unternehmens bleibt eine Männerdomäne. Von den 18- bis 64 Jahre alten Männern hätten sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren 6,5 Prozent für die berufliche Selbstständigkeit entschieden; bei Frauen waren es vier Prozent, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Für Frauen sei der Aufbau einer Existenz zudem häufig nur die zweite Wahl, weil sie keine passende Festanstellung gefunden hätten. 60 Prozent der Männer strebten dagegen mit dem Leben als eigener Chef vor allem Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung und ein höheres Einkommen an. Dagegen habe dieser Aspekt nur bei 50 Prozent der Unternehmens-Gründerinnen den Ausschlag gegeben. (mehr …)

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Schweizer Firmen wirtschaften zunehmend im Inland mit Euro

Schweizer Firmen wirtschaften zunehmend im Inland mit Euro

Schweizer Unternehmen schließen Verträge untereinander offenbar zunehmend in Euros ab. Löst der Euro hier bald den Franken ab?

Im Kampf gegen den starken Franken werden Schweizer Firmen offenbar auch bei inländischen Verträgen kreativ. Laut einem Bericht der «Schweiz am Sonntag» schliessen sie Verträge untereinander zunehmend in Euro statt in Franken ab. Insbesondere in der Industrie sei es mittlerweile üblich, sich mit Euro-Verträgen gegen Wechselkursveränderungen abzusichern.

So bestätigen etwa Vertreter der Papierfabriken Perlen und Utzensdorf, auch an Schweizer Kunden gegen Euro zu liefern. Das Stahlwerk Gerlafingen wiederum will selber vermehrt in Euro einkaufen, da es seine Produkte auch weitgehend in Euro verkauft. Bereits heute beziehe man etwa Erdgas oder grössere Investitionen gegen Euro.

Vollständig eurogesteuerte Branchen

Löst der Euro den Franken bald ab? Soweit werde es wohl nicht kommen, sagt Rudolf Minsch, Chefökonom des Unternehmer-Dachverbands Economiesuisse, gegenüber der «Schweiz am Sonntag». In der Geschichte gebe es zwar Beispiele, bei denen Währungen durch ausländische ersetzt worden sind, sagt er. Dabei handle es sich aber meist um Länder mit schwachen Währungen. In der Schweiz sei das Gegenteil der Fall. Es gebe aber Branchen wie der Tourismus oder die Metallindustrie, wo man Eurotransaktionen vermehrt sehe.

Einige Branchen sind vollständig eurogesteuert, etwa der Stromhandel. Preise werden in Euro gemacht, da das Preisniveau von den Börsen im Ausland definiert werde, sagt Rudolf Summermatter, Geschäftsführer des Stromhändlers Trianel. Traditionellerweise habe man Lieferverträge bisher in Franken abgeschlossen. «Der Kurssprung im Januar hat nun dazu geführt, dass jeder ein kleiner Devisenhändler wurde», sagt Summermatter. Es werde spekuliert, Verträge würden auf mehrere Jahre hinaus abgeschlossen. Und jetzt auch in Euro. Grössere Industriekunden bezahlten bereits in Euro, sagt Summermatter. «Und ich gehe davon aus, dass das noch zunimmt.» (mehr …)

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Zehntausende Anleger parken Milliarden an Schwarzgeld in der Schweiz.

Zehntausende Anleger parken Milliarden an Schwarzgeld in der Schweiz.

Eine Enthüllung der Superlative. Warum regt das denn kaum jemanden auf? Es ist der weltweit größte Diebstahl: Jedes Jahr hinterziehen die Vermögenden etwa 130 Milliarden Euro an Steuern, indem sie ihr Geld in Steueroasen parken. Allein in der Schweiz lagert ein Auslandsvermögen von rund 1.800 Milliarden Euro, wovon 1.000 Milliarden Europäern gehören.

Diese statistischen Schätzungen stammen vom französischen Ökonom Gabriel Zucman – und bisher gab es nicht mehr. Doch jetzt am Montag explodierte eine Datenbombe: Ein Internationales Konsortium von Investigativen Journalisten (ICIJ) publizierte detaillierte Konto-Informationen, die der franco-italienische IT-Fachmann Hervé Falciani bei der Schweizer Tochter der britischen Großbank HSBC entwendet hatte.

Es war der größte Raub von Steuerdaten in der Geschichte: Auf 59.802 Konten lagerten mehr als 75 Milliarden Euro, die Staatsbürgern aus 203 Ländern gehörten. Auch 2.106 Deutsche waren darunter, die etwa 4,4 Milliarden Euro versteckt hatten.

Doch merkwürdig: Die Empörung hielt sich in Grenzen, obwohl es eine Nachricht der Superlative war. Die Sprecherin von Finanzminister Schäuble kommentierte nur müde: „Das kann ich und möchte ich im Moment nicht bewerten.“ (mehr …)

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Rücknahme der GmbH Light Mindeststammkapital wird wieder auf 35.000 Euro angehoben

Rücknahme der GmbH Light Mindeststammkapital wird wieder auf 35.000 Euro angehoben

Erst mit 1. Juli 2013 war das Mindeststammkapital österreichischer GmbHs von 35.000 € auf 10.000 € abgesenkt worden. Bei der sogenannten GmbH light mussten nur mehr 5000 € statt 17.500 € bar einbezahlt werden. Gesellschaftsgründungen sollten so erleichtert und die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes erhöht werden.

Die Folge dieser Absenkung war eine Verminderung des Aufkommens an Mindestkörperschaftsteuer, die jährlich fünf Prozent des Mindeststammkapitals beträgt. Daneben war zu beobachten, dass auch bestehende GmbHs ihr Stammkapital auf 10.000 € herabgesetzt haben, sodass Teile des Stammkapitals vom Gesellschafter einkommensteuerfrei entnommen werden konnten. Beide Effekte waren vorhersehbar.

Doch die Ernüchterung ließ nur kurz auf sich warten. Laut Kreditschutzverband (KSV)werden ­viele der Billig-GmbHs von bereits bestehenden Unternehmen gegründet, sind also keine Startups. Die KSV-Zahlen belegen zusätzlich, dass die höheren Neugründungszahlen im August bloß auf einem Rückstau beruhen, weil vor Inkrafttreten der Novelle weniger GmbHs gegründet wurden als 2012. In den ersten acht Monaten 2013 gab es nur 107 neue GmbHs mehr als im Vorjahreszeitraum. Aber auch dieses mickrige Plus von zwei Prozent ist nur ein Mehr an GmbHs, nicht ein Mehr an Unternehmensneugründungen(mehr …)

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Banken – Wie der Finanzmarkt zum Hort des Betrugs wurde

Banken – Wie der Finanzmarkt zum Hort des Betrugs wurde

Fast täglich werden neue Fälle von Manipulationen durch die Banken bekannt. Sie zeigen den Verfall der Geschäftsmoral in dieser Branche. Nur drastische Maßnahmen können den Kreislauf stoppen.

Weißes Haar, Einstecktuch, Manschettenknöpfe – Christian Dyckerhoff wirkt schon äußerlich wie der typische distinguierte Hanseat. Etwas altmodisch vielleicht, aber durch und durch honorig, ganz so, wie es dem Bild eines ehrbaren Hamburger Kaufmanns entspricht.

Und das ist er auch, das repräsentiert er auch, denn Dyckerhoff ist Vorsitzender der „Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg“.

Die Vereinigung will die Prinzipien der Korrektheit, des Anstands und der Fairness im Geschäftsleben verteidigen und ihnen zu allgemeiner Geltung verhelfen. Fast 500 Jahre tut sie dies schon. Doch selten in dieser langen Zeit fiel es ihr so schwer wie heute.

Kaum ein Tag ohne neue Betrugsvorwürfe

Denn der wichtigste Pfeiler der Wirtschaft, der Finanzsektor, versinkt gerade in einem Sumpf aus Lüge und Betrug. Erst vergangene Woche verhängte die EU eine Strafe von 1,7 Milliarden Euro gegen sechs europäische Banken, die jahrelang den wichtigsten Zinssatz der Welt, den Libor, manipuliert hatten.

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die selben Akteure stehen im Verdacht, Devisenkurse frisiert und Rohölpreise verbogen zu haben, verbotene Absprachen beim Derivatehandel getroffen und den Aluminiummarkt ausgehebelt zu haben. Es vergeht kaum ein Tag ohne eine neue Nachricht über illegale Handlungen in den Banktürmen dieser Welt.

Man kann die unmoralischen Banker als Reaktion darauf mit Geldstrafen belegen, und man kann sie mit Verachtung strafen. Zu fürchten ist jedoch, dass dies allein nichts ändert. Denn dadurch werden die Ursachen nicht bekämpft und nicht beseitigt. Die sehen Experten in mangelnder Regulierung, aber auch im Verlust des ethischen Kompass.

Und sie sehen nicht allein die Banker am Pranger, auch manch Kleinsparer verhalte sich nicht anders. Bessere Aufsicht und schärfere Gesetze reichen daher nicht, um eine Entwicklung umzukehren, die schon vor mehr als 30 Jahren begann. (mehr …)

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Neue Kritik an zu langer Dauer der Firmengründung

Neue Kritik an zu langer Dauer der Firmengründung

Wenn man in Österreich ein neues Unternehmen gründen will, braucht vor allem viel Geduld. Um von der Gewerbeanmeldung über die Eintragung ins Handelsregister bis zu Steuerangelegenheiten alle bürokratischen Hürden zu meistern, dauert es durchschnittlich 25 Tage.

Ganz einfach viel zu langsam, kritisiert die EU-Kommission in einem am Dienstag den 05.11.2013 veröffentlichten Bericht über die größten Bremsklötze in der öffentlichen Verwaltung. Die EU gibt als Zielvorgabe für die Unternehmensgründung nur drei Tage vor. Österreich gehört mit Malta, Polen und Spanien zu den vier Ländern, wo der Weg in die Selbstständigkeit aber mehr als 20 Tage in Anspruch nimmt. Zum Vergleich: In Ungarn, den Niederlanden oder Belgien sind dafür weniger als fünf Tage nötig. Generell ist die Effizienz der öffentlichen Verwaltung 2012 gegenüber dem Vorjahr leicht gefallen; auch in Österreich, das aber mit 90 von 100 Punkten seinen achten Platz im EU-Ranking halten konnte.

Die EU beruft sich In punkto Firmengründung auf den aktuellen Länderbericht „Doing Business 2014“ (Daten von 2013) der Weltbank. In dem Bericht wird das Geschäftsklima für kleine und mittlere Unternehmen in 189 Staaten untersucht und ausgewertet. In die Bewertung einfließen Faktoren wie Bedingungen für Gründer, Kreditvergabe oder wie schnell Firmen eine Baugenehmigung oder einen Stromanschluss erhalten. Österreich kommt dabei auf den 30. Rang und hat sich gegenüber dem Vorjahr um zwei weitere Plätze verschlechtert. Innerhalb der EU fiel Österreich vom zehnten auf den elften Rang zurück. Beim Thema Gründung reichte es gar nur für Rang 138.

Als Alternative eine Limited gründen ist in nur wenigen Stunden möglich !

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Deutsche Wirtschaft wieder im Aufschwung

Deutsche Wirtschaft wieder im Aufschwung

Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen hat sich wieder verbessert. Der ifo-Index kletterte zum vierten Mal in Folge und erreichte einen neuen Jahreshöchst-stand.

„Der deutsche Wirtschaft geht es wieder besser“, stellte Kai Carstensen vom Münchener Ifo-Institut fest. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte im August 2013 von 106,2 auf 107,5 Punkte und damit auf einen neuen Höchststand für 2013. Erst nach drei Veränderungen in eine positive Richtung sprechen Volkswirte von einer möglichen Trendwende und Aufschwung.

Die deutsche Wirtschaft ist in den Monaten März bis Juni so stark gewachsen wie seit über einem Jahr nicht mehr. Doch wird das wirklich reichen, die Eurozone aus der Rezession zu heben?

Eine gute Bilanz für die deutsche Wirtschaft

„Das war noch kein Riesensprung, aber viel besser als erwartet. Schön, dass der Aufschwung auf breiter Front kommt, bei der dieser Lage und den schlechten Erwartungen. Die deutsche Konjunktur bekommt jetzt immer mehr Boden unter den Füßen“, sagt Heinrich Bayer von der Deutschen Postbank. Der Aufschwung werde sich weiter fortsetzen, aber nicht mit überschäumenden Wachstumsraten in nächster Zeit.

Weltweite Auswirkungen

„Die Auswirkungen der sich zuspitzenden Lage in Syrien sind im Ifo-Index noch nicht enthalten. Sollte es doch zu einem Militärschlag gegen das Assad-Regime kommen, dürfte die Unsicherheit im Unternehmerlager wieder wachsen“, warnte Thomas Gitzel von der VP Bank. Darüber hinaus bleibe das internationale Umfeld in Anbetracht des schleppenden Welthandels anspruchsvoll. Für weitere signifikante Anstiege des Ifo-Indexes müssten nun außenwirtschaftliche Impulse hinzukommen.

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GmbH light stößt scheinbar auf großes Interesse

GmbH light stößt scheinbar auf großes Interesse

Seit Anfang Juli soll die neue Firmenkonstruktion GmbH light Unternehmern die Firmengründung erleichtern, indem weniger Stammkapital aufgebracht werden muss. Die Wirtschaftskammer spricht von einem regen Interesse an der GmbH light, warnt aber vor zu viel Euphorie.

Wer 10.000 Euro mitbringt, kann seit 1. Juli eine sogenannte GmbH light gründen. Für eine normale GmbH müssen Firmengründer weiterhin mehr als dreimal so viel, nämlich 35.000 Euro, vorlegen. Für angehende Unternehmer scheint das verlockend zu klingen, beobachtet Peter Kober vom Gründerservice der Wirtschaftskammer Salzburg: „Bereits drei bis vier von zehn Interessenten nehmen jetzt schon die GmbH light mit in das Beratungsgespräch und sprechen uns darauf an. Das ist schon ganz deutlich in den Köpfen drinnen.“

Kein einfacheres Wirtschaften

Der Experte warnt aber vor einem Schnellschuss. Denn GmbH light heißt nicht gleich einfacheres Wirtschaften: „Es hat sich mit der GmbH light nichts an der Tatsache geändert, dass der Geschäftsführer haftet, und es hat sich auch nichts an der Steuersituation geändert. Die Körperschaftssteuer rechnet sich einfach erst ab Jahresgewinnen von 80.000 bis 120.000 Euro. Das übersehen sehr viele.“

Die Light-Version erleichtere also nur jenen den Unternehmensstart, die grundsätzlich auch für eine GmbH reif seien, ergänzt Peter Kober: „Weniger Sinn macht sie bei sehr klein strukturierten Unternehmen. Da hat die GmbH bis jetzt keinen Sinn gehabt und wird auch in der Light-Version noch nicht das Nonplusultra sein.“

Umfassende Beratung sei deshalb das Um und Auf, appelliert der Wirtschaftsexperte an angehende Unternehmer. Die falsche Wahl der Unternehmensform soll ja schließlich nicht in einer Insolvenz enden.
Quelle: orf.at